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Evaluierung: Hausbesitzer setzten nach Energieberatung durchschnittlich drei Maßnahmen um – 2020 deutlich mehr Anträge aufgrund höherer Förderung

In einer Analyse veröffentlichte das BAFA Zahlen rund um das Förderprogramm für Energieberatung.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat die Förderung für Energieberatung im Zeitraum von 2014 und 2018 evaluiert. Zentrales Ergebnis der Evaluation: Eigenheimbesitzer haben im Anschluss an die Beratung durchschnittlich knapp drei Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt. Im Mittel liegt die Umsetzungsquote aller Maßnahmen bei 62 Prozent, bezieht man die geplanten Umsetzungen mit ein, sogar bei 80 Prozent. Pro Beratung werden dabei im Durchschnitt rund 40.000 Euro an (Netto-) Mehrinvestitionen angestoßen.

Förderhöhe, geförderte und gestellte Anträge

Die durchschnittliche Förderhöhe betrug im Studienzeitraum 750 Euro für Wohngebäude mit bis zu zwei Wohneinheiten, was bedeutet, dass immer die Höchstsumme ausgeschüttet wurde. Im Betrachtungszeitraum der Studie zwischen 2014 und 2018 lag der Fördersatz bei maximal 60 %. Seit Anfang 2020 wurde er auf 80 Prozent erhöht.
Insgesamt wurden während der betrachteten Evaluationsphase rund 8.500 Energieberatungen pro Jahr durchgeführt und gefördert. Die Antragszahlen sind 2019 und 2020 stark gestiegen, vermutlich bedingt durch die Anpassung des Programms und die Erhöhung der Fördersätze. Im gesamten Jahr 2019 betrug die Zahl der geförderten Energieberatungen bereits 8.337, wobei in diesem Zeitraum 10.221 Anträge gestellt, allerdings nicht abschließend geprüft bzw. bewilligt wurden. Dabei ist zu beachten, dass die Antragszahl je nach Bundesland stark variiert. So ist Baden-Württemberg im Jahr 2019 mit Abstand Spitzenreiter mit 4.305, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (994) und Niedersachsen (612).
2020 verzeichnet eine noch deutlichere Steigerung: Alleine im März 2020 sind 2.568 Anträge zu verzeichnen, was eine Steigerung um mehr als 150 Prozent gegenüber den im März 2019 gestellten Anträgen bedeutet.

 

Foto: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Fördereffizienz, Einsparungen und Investitionssummen laut Studie

Laut der Studie lagen die Ausgaben zwischen 2014 und 2018 bei 32,2 Mio. Euro. Mit jedem Euro öffentlicher Ausgaben wurden ca. 660 kWh Endenergie und 149,59 kg CO2 vermieden sowie (Netto-) Investitionen von 41 Euro angestoßen. Aus den erfassten Zahlen des BAFA lassen sich Kosten pro eingesparter Tonne CO2-Äquivalent bis 2020 (netto) von 115,83 Euro ableiten. Pro Beratung wurden durchschnittlich 30.968 Euro an (Netto-) Mehrinvestitionen angestoßen.

 

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