Energieausweis

Der Energieausweis bewertet den energetischen Zustand eines Gebäudes.

Ähnlich wie das Energieeffizienzlabel beim Kühlschrank informiert der Energieausweis über die energetische Qualität eines Gebäudes und zeigt auf einer Farbskala (von grün nach rot), wieviel Energie man für die Heizung, Warmwasserbereitung und ggf. Belüftung, Kühlung, Beleuchtung (bei Nichtwohngebäuden) benötigt. Die Modernisierungsempfehlungen enthalten individuelle Vorschläge für Sanierungsmaßnahmen, mit denen die Energiebilanz des Gebäudes dauerhaft verbessert werden kann.

Ausweispflicht in Deutschland

Wegweiser zum Energieausweis

Für Neubauten sind bereits seit 2002 Bedarfsausweise verpflichtend vorgeschrieben. Vorgaben zur schrittweisen Einführung der Energieausweise, beginnend im Herbst 2007 bewirkten, dass spätestens seit dem 1. Juli 2009 für alle Gebäude in Deutschland die Ausweispflicht gilt. Das bedeutet, dass jeder Eigentümer bei Neu-Vermietung, Verpachtung und Verkauf seiner Wohnimmobilie den Energieausweis potenziellen Mietern und Käufern zugänglich machen muss. Seit dem 01.07.2009 gilt auch für Nichtwohngebäude die Ausweispflicht. Im Gebäudeenergiegesetz gibt es keine weiteren Änderungen zur Ausweispflicht. Im Fall von Neuvermietung, Verpachtung oder Verkauf müssen ab dem 1. November 2020 neue Energieausweise entsprechend des aktuellen Gebäudeenergiegesetzes ausgestellt werden. Denkmäler sind weiterhin von der Verpflichtung ausgenommen.

Tipp: Bei Neuerstellung eines Ausweises ist in jedem Fall zu überprüfen, ob ein Bedarfsausweis oder ein Verbrauchsausweis erforderlich ist.

Die Abbildung zeigt, wann welcher Energieausweis nach aktueller Gesetzeslage zulässig ist.

Berechnungsgrundsätze

Berechnungsgrundsätze beschreiben allgemein gültige Grundlagen, die zur Ausstellung eines Energieausweises wichtig sind.

Wohngebäude

Im GEG 2020 sind verschiedene Regelungen zum Energieausweis für Wohngebäude festgehalten, denn für Wohngebäude ist bei Neuvermietung oder Verkauf ein Energieausweis verpflichtend.

Nichtwohngebäude

Nichtwohngebäude benötigen im Fall der Neuvermietung, der Verpachtung oder des Verkaufs einen Energieausweis. Für Gebäude mit starkem Publikumsverkehr besteht zum Teil zudem eine Pflicht zum Aushang des Energieausweises.

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